Wandern auf dem Darß – Touren ab Wieck durch Wald, Dünen und Boddenwiesen

Wer in Wieck losgeht, ist nach zehn Minuten im Nationalpark. Der Darßwald beginnt am Ortsrand, der Bodden liegt vor der Tür – die meisten Touren brauchen weder Auto noch Anfahrt. Hier die Wege, die sich lohnen, von der Stunde bis zum halben Tag.

Alter Mecklenburger Weg – 9,8 km Rundweg ab Wieck

Start am kleinen Parkplatz an der Hauptstraße. Über den Wiecker Postweg geht es in den Darßwald, hinter der Nationalparkgrenze rechts aufs H-Gestell und nach Westen bis zum Großen Stern. Dort beginnt der historische Fußweg vorbei an der Großen Buchhorster Maase – dem ehemaligen Meeresufer, heute eine weite Wiese mitten im Wald, an der mit Glück Rothirsche oder Wildschweine zu sehen sind. Urige alte Buchen säumen den Weg. Zurück über das g-Gestell zum Peters Kreuz und über das H-Gestell nach Wieck. Etwa drei Stunden.

Wichtig: Im September und Oktober ist der Weg wegen der Hirschbrunft gesperrt – in dieser Zeit führen die geführten Exkursionen zum Beobachtungsstand (siehe Hirsch-Konzerte).

Von Wieck zum Leuchtturm am Darßer Ort

Die längste Tour ab Wieck: durch den Darßwald bis zur Nordwestspitze der Halbinsel, wo der Leuchtturm steht und das Natureum des Nationalparks liegt. Unbefestigte Waldwege, unterwegs Windflüchter, Dünen und der Weststrand. Rund zehn Kilometer einfache Strecke – ein halber Tag mit Pause am Leuchtturm. Zurück zu Fuß oder ab Prerow mit dem Bus.

Boddenrunde Wieck – Born

Über den Wiecker Postweg durch den Wald nach Born, zurück am Boddenufer entlang – oder umgekehrt. Zwei Boddendörfer mit Rohrdachhäusern, dazwischen Wald und Wasser. Rund acht Kilometer, gut zwei Stunden, auch mit Kindern machbar.

Kurz und im Ort

Der Historische Rundgang durch Wieck folgt alten Postkartenmotiven – eine Stunde zwischen Rohrdachhäusern, Hafen und Arche. Und der Nordicwalkingpark Darß bietet ausgeschilderte Runden direkt ab Wieck, die sich genauso zu Fuß gehen lassen.

Geführt unterwegs

Die Ranger des Nationalparkamts bieten das ganze Jahr über Führungen an – zu Kranichen, Wald, Küste. Im Herbst kommen die Hirschbrunft-Exkursionen dazu. Wer den Darß mit Erklärung erleben will, ist hier richtig.

Gut zu wissen

Der Darßwald ist Nationalpark: auf den Wegen bleiben, Hunde an die Leine, Kernzone nicht betreten. Aktuelle Sperrungen und alle Wege zeigt die interaktive Karte des Nationalparks.

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